Hintergrund: Das Thema der hochsensiblen Person (HSP) hat in letzter Zeit an Popularität gewonnen. Dieses Konzept bezieht sich auf Individuen, die das Merkmal der „sensory processing sensitivity“ (SPS) besitzen, das aus Eigenschaften wie tiefgehender Verarbeitung sensorischer Informationen, hoher emotionaler Reaktivität, leichter Überstimulation und Sensibilität für subtile Details besteht. Methoden: Mit Proben von Studenten und Patienten mit sozialer Angststörung und der Arbeit mit einer modifizierten Version der Hochsensiblen-Person-Skala versuchte diese Studie, mehr Informationen über einige der psychologischen Probleme bereitzustellen, mit denen SPS möglicherweise verbunden ist. Ergebnisse: Wir stellten fest, dass SPS statistisch signifikante positive Beziehungen zu Sorgen, Grübeleien, sozialer Angst, Depression, dysfunktionalen antizipatorischen Verhaltensweisen, Perfektionismus und einigen Persönlichkeitsstilen/-störungen hatte und negative Beziehungen zu Selbstwert, Lebensqualität und einigen sozialen Fähigkeiten aufwies. Ähnliche Ergebnisse wurden gefunden, als Personen mit hoher sensorischer Verarbeitungsempfindlichkeit mit Personen mit niedriger sensorischer Verarbeitungsempfindlichkeit verglichen wurden. Schlussfolgerungen: Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass weitere Forschung notwendig ist, um das SPS-Merkmal, seine wesentlichen Eigenschaften, Vor- und Nachteile besser zu definieren.
Caballo et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.