Dieser Artikel untersucht die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Konstitution der Subjektivität, die Formen sozialer Bindungen und den symbolischen Wert des Menschen in der Gegenwart. Ausgehend von der Psychoanalyse, der Technologiephilosophie und der soziopolitischen Kritik analysiert er die Delegation psychischer Funktionen an die Maschine – wie Gedächtnis, Entscheidungsfindung und Begierde – und deren Auswirkungen auf die Bereiche Arbeit, Sprache und Zuhören. Indem er die Klinik der Leere anspricht, die durch algorithmische Logik erzeugt wird, durchquert der Text zeitgenössische subjektive Sackgassen und schlägt die Neugestaltung der Bindung als ethische, politische und symbolische Geste vor. Auf diesem Weg wird das Symptom als Spur des Widerstands betrachtet, und die Essayform tritt als Möglichkeit hervor, die Zeit der Ausarbeitung in einer von Optimierung gelenkten Welt aufrechtzuerhalten. Zwischen subjektiver Veralterung und der Schaffung neuer Existenzmöglichkeiten schlägt der Text das Zuhören als kritischen Operator der Gegenwart vor.
Anderson Carlos Santos de Abreu (Do,) hat diese Frage untersucht.