Insektenbestäuber sind entscheidend für terrestrische Ökosysteme und leisten wichtige Ökosystemfunktionen angesichts anthropogener Störungen. Die Urbanisierung könnte eine wesentliche Bedrohung für Bestäubergemeinschaften darstellen. Das Ausmaß dieser Bedrohung bleibt jedoch unbekannt, da die Forschung überwiegend auf Bienen fokussiert ist und es an vergleichenden Studien zu hyperdiversen bestäubenden Gruppen wie nächtlichen Motten mangelt. Daher ist unklar, welche Bestäubergruppen am anfälligsten für Urbanisierung sind und welche Habitatmerkmale für ihre Unterstützung am kritischsten sind. Wir führten eine umfassende Bewertung der Auswirkungen zunehmender Urbanisierung auf die Vielfalt von Bienen, Schwebfliegen und nächtlichen Motten in urbanen Gartenbaustandorten (Gärten) in drei Städten durch. Wir berichten von einer Reduktion der Artenvielfalt um bis zu 43 % entlang von Urbanisierungsgraden, was darauf hindeutet, dass eine Vielzahl von Bestäubern in urbanen Landschaften bedroht ist. Wir zeigen, dass diese Rückgänge durch taxonspezifische Landschaftsfaktoren wie die Reduktion des Baumdachs und halb-natürlicher Lebensräume verursacht werden, was darauf hindeutet, dass der Schutz urbaner Insekten von der Erhaltung oder Erweiterung von Habitatmerkmalen abhängt, die spezifisch für verschiedene bedrohte Taxa sind. Wir fanden heraus, dass im Vergleich zu Bienen Motten und Schwebfliegen besonders empfindlich auf Urbanisierung reagieren, und betonen die Bedeutung der Einbeziehung dieser häufig übersehenen Bestäubergruppen bei der Bewertung der Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Biodiversität.
Ellis et al. (Freitag) untersuchten diese Frage.
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