In den letzten Jahren gab es ein wachsendes Interesse an der Erwachsenenorthodontie aufgrund steigender ästhetischer Anforderungen und Fortschritten in den Behandlungsmethoden. Da immer mehr Erwachsene eine kieferorthopädische Behandlung in Anspruch nehmen, begegnen Kliniker häufig Patienten mit bestehenden parodontalen Erkrankungen, was die Notwendigkeit unterstreicht, die Auswirkungen der orthodontischen Zahnbewegung (OTM) auf das parodontalen Gewebe zu verstehen. Ziel dieser Studie war es, die Reaktion des parodontalen Gewebes auf OTM unter gesunden Bedingungen und nach 14 Tagen ligatur-induzierter Parodontitis zu bewerten, indem die Breite des parodontalen Ligaments (PDL) und die Expression des Rezeptoraktivators des nukleären Faktors-κB (RANK)-RANK-Ligand (RANKL)-Osteoprotegerin (OPG) in einem Rattenmodell für experimentelle Parodontitis und orthodontische Zahnbewegung beurteilt wurden. Die experimentelle Parodontitis wurde induziert, indem die linken oberen zweiten Molaren (experimentelle Seite) von 36 Wistar-Ratten ligiert wurden. Die rechten maxillaren Seiten (Kontrollseiten) wurden als positive Kontrollen unligiert gelassen. Nach 14 Tagen wurden die Ligaturen entfernt und orthodontische Apparaturen zur Mesialisierung auf drei maxillaren Molaren, kombiniert in einer Einheit, platziert und aktiviert. Die Ratten wurden nach der Aktivierung an den Tagen 1, 7 und 14 mit 12 Ratten pro Opferdatum getötet. Das Maß der OTM wurde erfasst und die PDL-Breiten histopathologisch beurteilt. Die RANK-RANKL-OPG-Expression wurde immunhistochemisch bewertet. Es wurde kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den experimentellen und Kontrollseiten hinsichtlich der OTM und PDL-Breitemaßnahmen sowie der RANK-RANKL-Expressionen festgestellt. Die OPG-Expressionsniveaus waren an den Kontrollseiten am Tag 14 in Druckbereichen signifikant höher (P < 0,05). Unsere Daten zeigen, dass OTM ähnliche Veränderungen in der Knochenstoffwechselaktivität und PDL-Breite in parodontal kompromittierten Geweben im Vergleich zu gesunden Kontrollen verursacht. Diese Ergebnisse unterstreichen die klinische Relevanz der kieferorthopädischen Behandlung als sichere Option für Patienten mit einer Vorgeschichte von Parodontitis.
Feyizoglu et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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