Diese Studie untersucht die rituelle Nutzung und räumliche Platzierung von tierförmigen Räuchergefäßen (獸爐, suro) in den königlichen Zeremonien der Koryŏ-Dynastie (918–1392) mit Fokus auf ihre zeremoniellen Funktionen und architektonische Positionierung. Diese besonderen Räuchergefäße wurden hauptsächlich während zweier Kategorien von Staatsritualen eingesetzt: karye (Familienriten) und pillye (Empfänge für ausländische Botschafter). Bei karye wurde ein Paar suro symmetrisch auf beiden Seiten der Hauptsäulen vor dem Taegwanjŏn, dem zentralen Zeremonienhall, platziert. In pillye wurde ein einzelnes suro auf einem Dufttisch (hyangan) im Innenhof von Hoegyŏngjŏn aufgestellt, wo Moschusrauch verbrannt wurde. In Hilfsriten wie Sangwŏn Yŏndŭnghoe (Laternenfestival des Oberen Klosters) und Chungdong P'algwanhoe (Mittherbstfest der Acht Opfergaben) wurden zwei suro links und rechts der östlichen Pavillons vor Kanganjŏn und Ŭibongmun installiert. Diese Fälle verdeutlichen, dass die Anzahl und Platzierung von suro je nach Art und Struktur jedes Rituals variierte, was eine bewusste Entsprechung zwischen Ritualform und räumlicher Anordnung widerspiegelt. Dokumentarische Beweise deuten darauf hin, dass suro bereits um 1030 verwendet wurden und bis in die frühe Chosŏn-Dynastie auftauchten. Bemerkenswert ist, dass während der Investitur der Königin-Mutter im Jahr 1418—dem ersten Jahr der Herrschaft von König Sejong—suro weiterhin verwendet wurden. Im selben Jahr wurden hyangno (traditionelle Räuchergefäße) in den Thronbesteigungszeremonien des zurückgetretenen Königs und der Königinwitwe eingesetzt, was das Zusammenleben von suro und hyangno zu diesem Übergangspunkt zeigt. Interessanterweise folgte die räumliche Platzierung der hyangno demselben Muster, das für suro in früheren koryŏ-königlichen Ritualen etabliert wurde. Die in den koryŏ-königlichen Zeremonien verwendeten suro waren Räuchergefäße, die in Form von Tieren gestaltet wurden—typischerweise mit langen Beinen, einem zylindrischen Körper und einem Deckel, der mit chamosu (Motiven von Mutter und Kind) verziert war. Solche zoomorphen Designs findet man nicht in zeitgenössischen Räuchergefäßen benachbarter Staaten, was die deutlich koryŏ-ästhetische und rituelle Identität unterstreicht, die in den suro verkörpert ist.
Yongjin Lee (Mon,) untersuchte diese Frage.
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