Zusammenfassung Die meisten Gebärdensprachen haben eine Klasse von Verben, die die Fähigkeit besitzen, Übereinstimmung mit dem Subjekt und/oder Objekt durch räumliche Marker im Zeichenspektrum zu kennzeichnen. Die Größe dieser Verbklasse ist vergleichsweise klein und reicht von null Verben bis zu 148 Verben. Ein Faktor, der diese Größe bestimmt, ist die Art der Gebärdensprache. Es gibt Gebärdensprachen der Gehörlosengemeinschaft, die überwiegend unter d/tauben Menschen gesprochen werden, und ländliche Gebärdensprachen, die in kleinen Gemeinschaften mit einer höheren als üblichen Quote an erblich bedingter Taubheit entstanden sind; hier verwenden sowohl hörende als auch d/taube Menschen die Gebärdensprache. Meine Daten von 18 Gebärdensprachen, einschließlich ländlicher Gebärdensprachen, bestätigen, was kürzlich vorgeschlagen wurde; auch ländliche Gebärdensprachen können den Zeichenspektrum für Übereinstimmung nutzen. Mein Sprachbeispiel widerlegt auch andere frühere Annahmen über Gebärdensprachen. Zum einen ist der Bestand der agreeing Verbklasse unter den Gebärdensprachen hoch unterschiedlich organisiert. Ihre Größen können erheblich variieren, und ihre Zusammensetzung zeigt, dass Semantik und thematische Rollen keine entscheidende Rolle als Motivator für Übereinstimmung spielen. Ich schließe daraus, dass, während die Übereinstimmung in der Gebärdensprache unter Gebärdensprachen der Gehörlosengemeinschaft universell zu sein scheint, der Inhalt des Bestands dieser Klasse hochsprachspezifisch ist und keinem universellen Konzept in Bezug auf semantische Motivation folgt.
Kevin Behrens (Di,) untersuchte diese Frage.
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