Die vorliegende Forschung unternimmt eine historische und semantische Untersuchung des Begriffs itranslation/i und verfolgt seine konzeptionelle und sprachliche Entwicklung von der Antike bis zur Moderne. Verankert in einem vergleichenden Ansatz untersucht sie die Entwicklung des Begriffs sowohl im Französischen als auch im Englischen und kontextualisiert seine kulturellen und ideologischen Grundlagen über wichtige historische Epochen hinweg. Von der griechischen imetaphrasis/i und der römischen iinterpretatio/i bis zu den mittelalterlichen und Renaissance-Neugestaltungen des Textübergangs verfolgt diese Studie die sich verändernden Bedeutungen und Praktiken, die mit dem Konzept des iübersetzen/i verbunden sind. Besonderes Augenmerk gilt dem französischen sprachlichen Übergang von itranslater/i zu itraduire/i, was tiefere Einblicke in die Art und Weise gibt, wie Sprache epistemologische Veränderungen widerspiegelt. Darüber hinaus untersucht die Forschung das Aufkommen und die Transformation der Figur des Dragoman, einem Begriff östlichen Ursprungs, und dessen Rezeption innerhalb der westlichen Tradition. Durch die Verfolgung der Evolution von Übersetzung sowohl als Begriff als auch als Praxis beleuchtet diese Studie den Aufstieg zweier zentraler Akteure – des Übersetzers und des Interpreten – und rahmt die konzeptionelle Spannung zwischen iContent Translation/i und iQuality Translation/i, einer Dichotomie, die aus Jahrhunderten kultureller Verhandlung und sprachlicher Innovation hervorgegangen ist.
Mohamed Raïhani (Mittw.) hat diese Frage untersucht.
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