Zusammenfassung Die bronchoalveoläre Lavage (BAL) ist eine nicht-invasive bronchokopische Technik, die verwendet wird, um Zellen aus dem Lungeninterstitium zu aspirieren. Sie wurde ursprünglich zur Erkennung neoplastischer Zellen eingesetzt, später jedoch für mikrobiologische Studien, Leukozytenzählungen, molekulare Analysen und Immunphänotypisierung erweitert. Dieser breitere Ansatz hat die BAL mit der Untersuchung interstitieller Lungenerkrankungen (ILD) verbunden. Trotz ihrer Anwendung seit den 1970er Jahren fehlt eine Standardisierung der BAL-zytopathologischen Analyse, was ihre routinemäßige klinische Anwendung beeinträchtigt. Die begrenzte Anzahl von Studien, insbesondere in Ländern der Südhalbkugel, spiegelt die Herausforderungen bei der Verfeinerung laboratoriumsspezifischer Verfahren und zytologischer Befunde wider. Dieser Artikel diskutiert das diagnostische Potenzial der BAL in Kombination mit klinischen und radiologischen Daten. Die Integration zytomorphologischer Befunde mit molekularen Techniken erhöht die Genauigkeit, insbesondere in Fällen mit unklarer Ätiopathogenese, und bietet verbesserte diagnostische und Nachverfolgungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse zeigen, dass die BALF-Zytologie hilft, zwischen verschiedenen Arten von ILDs zu unterscheiden. Sie zeigt auch, dass sie ein nützliches Werkzeug zur Überwachung und Diagnose von Lungenerkrankungen ist.
Maux et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.