Der Kaukasus war ein Zentrum kultureller und technologischer Innovation in der Vorgeschichte, doch die Bevölkerungsentwicklung zwischen dem Großen und dem Kleinen Kaukasus bleibt unzureichend verstanden. Wir präsentieren genomweite Daten von 205 Individuen aus dem modernen Georgien und 25 aus Armenien, die den Zeitraum von der Bronzezeit (BA) bis zur "Völkerwanderungszeit" (ca. 3500 v. Chr. - 700 n. Chr.) abdecken. Unsere Ergebnisse zeigen einen persistierenden lokalen Genpool, der während der Mittel- bis Spätbronzezeit zusätzliche Abstammung aus Anatolien und der benachbarten eurasischen Steppe aufnahm. In den folgenden Perioden dokumentieren wir ein Bevölkerungswachstum und eine zunehmende genetische Vielfalt, unterstützt durch eine hohe Rate individueller Abstammungsaußenseiter, insbesondere in städtischen Zentren Ostgeorgiens. Unter 20 mittelalterlichen Individuen mit künstlich deformierten Schädeln gehörten 15 zu lokalen Fortpflanzungsnetzwerken und fünf hatten Abstammung von der eurasischen Steppe, was darauf hindeutet, dass die Schädelmodifikation mit nomadischen Gruppen kam, aber zu einer lokal angenommenen kulturellen Praxis wurde.
Skourtanioti et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.
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