Hintergrund/Ziele: Obwohl Schmerzbildung ein sehr wichtiger Bestandteil des Managements chronischer Schmerzen ist, wurden ihre Auswirkungen auf primäre Dysmenorrhoe (PD) nicht untersucht. Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen von Schmerz-Neuro-Wissenschaftlicher Bildung (PNE) oder biomedizinischer Schmerzbildung (BPE) in Kombination mit Bewegungstraining (ET) bei PD zu vergleichen. Methoden: Personen mit PD wurden zufällig der PNE- oder BPE-Gruppe in Kombination mit ET (Dehnungs- und Entspannungsübungen) für zwei Menstruationszyklen zugeteilt. Die PNE konzentrierte sich auf Schmerz-Neurobiologie, zentrale Sensibilisierung und Mechanismen der Schmerzmodulation im Gehirn, während die BPE anatomische und biomechanische Erklärungen für Schmerzen beinhaltete. Bewertungen wurden zu Beginn der Studie, nach dem Interventionszeitraum und nach einem Monat Nachuntersuchung nach der Intervention durchgeführt. Das primäre Ergebnismaß war die Intensität der Menstruationsschmerzen (durchschnittliche und maximale Schmerzen), während die sekundären Ergebnismaße Menstruationsstress, Symptome zentraler Sensibilisierung und Schmerzkatastrophisierung umfassten. Ergebnisse: Alle Personen, die der PNE+ET (n = 19) und der BPE+ET (n = 19; Kontrollgruppe) zugeteilt wurden, wurden in die Analyse einbezogen. PNE oder BPE mit ET führten zu Verbesserungen in allen Ergebnismaßen (p < 0.05). Schlussfolgerungen: Die Kombination von PNE oder BPE mit ET erwies sich als effektiver Ansatz für das Management von Menstruationsschmerzen und Stress bei PD. Darüber hinaus scheint PNE wirksamer zu sein, wenn es darum geht, Menstruationsschmerzen, Symptome zentraler Sensibilisierung und Schmerzverarbeitung im Vergleich zur BPE anzusprechen. Weitere Studien könnten die Kombination von PNE mit unterschiedlichen Bildungsparametern und physiotherapeutischen Methoden zur Behandlung von PD untersuchen.
Erol et al. (Sa,) untersuchten diese Frage.