Dieses Papier untersucht, wie staatliche Institutionen, zivilgesellschaftliche Organisationen, die Medien und internationale Organisationen in Bosnien und Herzegowina (BiH) die Bedrohung durch Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus wahrnehmen und angehen. Ausgehend von der Theorie institutioneller Normen, Regeln und Praktiken erforscht das Papier die Interaktionen und Prioritäten der Akteure in verschiedenen Institutionen bei der Definition der Ursachen von Radikalisierung. Die Arbeit bietet eine detaillierte Analyse des institutionellen Kontexts von BiH und der Muster institutioneller Interaktion bei der Prävention von Radikalismus und gewalttätigem Extremismus. Die Ergebnisse zeigen, dass das Konzept der Radikalisierung und deren Ursachen von verschiedenen Institutionen in Bosnien und Herzegowina unterschiedlich verstanden werden. Einige Institutionen konzentrieren sich auf politische Ideologien oder radikale religiöse Interpretationen, während andere sozioökonomische Faktoren oder transnationale Einflüsse betonen. Dies zeigt, dass es keinen Konsens darüber gibt, welche Faktoren am wichtigsten sind. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Berücksichtigung spezifischer Triebkräfte der Radikalisierung und deren Interaktionen bei der Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung und Prävention von gewalttätigem Extremismus. Die Forschung basiert auf halbstrukturierten Interviews mit Personen, die in relevanten Institutionen arbeiten, darunter staatliche Institutionen, Zivilgesellschaft, Medien und internationale Organisationen, sowie auf der Analyse von sekundären und primären Quellen.
Hirkić et al. (Mittwoch,) haben diese Frage untersucht.
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