Dissoziative Erfahrungen sind transdiagnostisch häufig und besonders in Psychosen verbreitet. Solche Erfahrungen wurden in der routinemäßigen klinischen Praxis lange zu wenig anerkannt, trotz der Evidenz, dass Dissociation mit klinischer Komplexität und einem erhöhten Risiko für Selbstverletzung und Suizidalität verbunden ist. Ein symptom-spezifischer, zielgerichteter Ansatz zur Konzeptualisierung und Intervention bei Dissoziation könnte helfen, die Ergebnisse zu verbessern. Die evidenzbasierte Grundlage für psychologische Behandlungen, die auf Dissociation abzielen, wächst, aber Schulung und Anleitung für Kliniker bleiben spärlich. Diese Übersicht skizziert einen vorläufigen Ansatz zur Behandlung einer Untergruppe von dissoziativen Erfahrungen (gefühlter Sinn von Anomalie-Dissociation), basierend auf aufkommender Forschungs-evidenz und klinischer Praxis. Die Anleitung ist auf den Kontext der Psychose zugeschnitten und könnte auch breitere klinische Relevanz haben. Wir präsentieren symptom-spezifische Anleitungen für Kliniker, einschließlich Faktoren, die bei der Beurteilung, Formulierung und Intervention für gefühlten Sinn von Anomalie-Dissociation im Kontext von Psychose berücksichtigt werden sollten, sowie Überlegungen zu Prozessfragen. Wir stellen ein kognitiv-behaviorales Modell vor, bei dem affektbezogene Veränderungen als Bedrohung interpretiert werden, die einen Aufrechterhaltungszyklus katastrophaler Bewertungen und Sicherheitsverhalten antreibt. Mit dieser Formulierung können evidenzbasierte Therapietechniken, die den meisten Lesern vertraut sind, angewendet werden. Es ist wichtig, dass Kliniker die Dissociation berücksichtigen. Neben der Erzeugung neuer Wege für translationale Interventionsforschung erwarten wir, dass die neuartigen Einsichten und spezifischen Ratschläge, die hier skizziert werden, für Fachleute, die mit Dissociation in Psychosen (und darüber hinaus) arbeiten, nützlich sein werden. Ermutigend ist, dass wir zeigen, dass weit verbreitete, evidenzbasierte Fähigkeiten und Techniken eingesetzt werden können, um mit dem durch Dissociation verursachten Stress umzugehen.
Černis et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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