Intertextualität, oft beschrieben als die Ko-Präsenz eines Textes in einem anderen, ist nicht ausreichend erklärt. Die Beziehung zwischen Texten ist das Ergebnis eines historisch und sozial lokalisierten Dialogs, der durch das Wissen um die Identitäten, die ihren Einfluss durch eigene Aussagen ausüben, nachvollzogen werden kann. Dieser Artikel verwendet drei der Phänomene des sozialen Dialogismus, die von Mikhail Bakhtin definiert wurden, um das Phänomen der Interpretation und Übertragung von Psalm 22 in Gemeinschaften, die mit der biblischen Welt verbunden sind, besser zu verstehen. Entwicklungen, Gegensätze und Neuheiten werden durch ‚Stylisierung‘, ‚parodistische Verwendung‘ und ‚verborgene Polemik‘ erklärt.
Diego Pérez Gondar (Di.) hat diese Frage untersucht.