Künstliche Intelligenz (KI) transformiert die medizinische Ausbildung rasch, indem sie adaptives Tutoring, interaktive Simulationen, diagnostische Verbesserungen und kompetenzbasierte Bewertung ermöglicht. Diese narrative Übersicht untersucht, wie KI die Lernprozesse in der medizinischen Ausbildung auf Bachelor- und Postgraduiertenebene beeinflusst hat, mit Fokus auf methodische Strenge, pädagogische Auswirkungen und Implementierungsherausforderungen. Die Literatur zeigt vielversprechende Ergebnisse: große Sprachmodelle können didaktische Inhalte generieren und akademisches Schreiben fördern; KI-gesteuerte Simulationen verbessern die Entscheidungsfindung, prozedurale Fähigkeiten und interprofessionelle Kommunikation; und Systeme des tiefen Lernens erhöhen die diagnostische Genauigkeit in visuell intensiven Aufgaben wie Radiologie und Histologie. Trotz vielversprechender Befunde ist die bestehende Literatur methodisch heterogen. Eine Minderheit der Studien verwendet kontrollierte Designs, während die Mehrheit sich auf kurzfristige Effekte konzentriert oder auf kleine, simulierte Kohorten beschränkt ist. Kritische Einschränkungen umfassen algorithmische Intransparenz, Generalisierbarkeit, ethische Risiken (z.B. Einhaltung der DSGVO, Datenverzerrung) und infrastrukturelle Barrieren, insbesondere in ressourcenarmen Kontexten. Darüber hinaus könnte der unregulierte Einsatz von KI kritisches Denken untergraben, kognitive Auslagerung fördern und die pädagogische Tiefe gefährden, wenn er nicht angemessen überwacht wird. Zusammenfassend hat KI ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der medizinischen Ausbildung, aber ihre Integration erfordert methodische Robustheit, menschliche Aufsicht und ethische Sicherheitsmaßnahmen. Zukünftige Forschungen sollten die multizentrische Validierung, longitudinale Evaluation und KI-Kompetenz für Lernende und Lehrende priorisieren, um eine verantwortungsvolle und nachhaltige Einführung sicherzustellen.
Roveta et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.
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