Es ist unvorstellbar, sich eine Welt vorzustellen, in der alles stationär ist. Dieses Papier wird das Konzept des Werdens von Gilles Deleuze und Félix Guattari als grundlegendes Rahmenwerk nutzen, um die Themen Identität und Transformation in William Gibsons Neuromancer zu analysieren. Der Roman, der 1984 geschrieben wurde, erforscht die philosophischen Widersprüche rund um den Wandel und kann mit dem Paradoxon des Schiffs von Theseus verknüpft werden. Er untersucht, wie technologische Fortschritte die persönliche Identität herausfordern und neu definieren, durch spezifische Beispiele wie kybernetische Augmentierung, das Hochladen des Geistes in das Virtuelle und Körperverbesserungen. Diese Themen spiegeln Rosi Braidottis posthumanistischen Diskurs wider und stimmen mit dem ständigen Wandel in der menschlichen Ontologie überein. Der Roman hebt die disruptiven Kräfte hervor, die die konventionellen Grenzen zwischen organisch und künstlich bis an ihre Grenzen treiben. Neuromancer hinterfragt die Idee des kontinuierlichen Wandels im Kontext technischer Verbesserungen. Er ersetzt und definiert physische und kognitive Fähigkeiten neu, indem er sich auf die Fluidität und Fragmentierung des Selbst konzentriert. Gibson stellt den cartesianischen Dualismus in Frage, indem er Charaktere darstellt, deren Identitäten mit Technologie verbunden sind, und damit die Fähigkeiten des Mensch-Maschine-Individuums testet. Sein Werk weist auf zeitgenössische Debatten über künstliche Intelligenz und die Regulierung von Körperverbesserungen hin. Gibson erweitert das Paradoxon des Schiffs von Theseus über die Materialität hinaus und hinterfragt Identität als ein sich ständig veränderndes Konstrukt im Zeitalter fortgeschrittener Kybernetik.
Decebal-Narcis Apostu (Do,) hat diese Frage untersucht.