Städtische Sozialmix-Politiken in Paris, die darauf abzielen, die Konzentration von Armut durch die Umverteilung von öffentlichem Wohnraum zu bekämpfen, übersehen oft die ethnische Vielfalt als einen entscheidenden Faktor zur Förderung inklusiver Gemeinschaften. Dieser Artikel untersucht die Einschränkungen der gegenwärtigen "farb-blind"-Ansätze, die sozioökonomische Kriterien priorisieren und unbeabsichtigt die Segregation von einkommensschwachen Einwandererpopulationen verstärken. Durch eine Analyse des französischen Gesetzes über Solidarität und Stadterneuerung und die Rolle von Institutionen wie Paris Habitat wird hervorgehoben, wie das Fehlen ethnischer Anerkennung in der Umsetzung der Politik die Marginalisierung aufrechterhält. Der Artikel schlägt ein neuartiges Governance-Modell vor: die Integration von Minderheitenvertretung im Vorstand von Paris Habitat durch Partnerschaften mit lokalen NGOs, um marginalisierte Stimmen in Wohnungsentscheidungen zu verstärken. Durch Parallelen zur gemeinschaftsgetriebenen Stadterneuerung in Minneapolis plädiert diese Empfehlung für informelle ethnische Anerkennung als ein Weg zu gerechter politischer Teilhabe. Indem sie universelle Staatsbürgerschaftsnormen herausfordert und die Flexibilität von NGOs nutzt, soll der Rahmen Sozialmix-Politiken in Werkzeuge für echte Integration verwandeln, wobei Umverteilung und Anerkennung in der vielfältigen städtischen Landschaft von Paris balanciert werden.
Jessica McDougall (Di,) hat diese Frage untersucht.