Kinder sind anfälliger für die Entwicklung von postburn Kontrakturen als Erwachsene, selbst wenn eine optimale Erstversorgung der Verbrennungen erfolgt. In schweren Fällen können solche Kontrakturen zu erheblichen Deformitäten und funktionalen Beeinträchtigungen führen. Wir präsentieren einen Fall eines pädiatrischen Patienten, der im Alter von zwei Jahren von seinen Eltern an einen plastischen Chirurgen überwiesen wurde, einige Monate nach dem Erleiden von Verbrennungen dritten Grades an beiden Händen. Obwohl die Verbrennungen verheilt waren, führten umfangreiche Narben zu schweren Kontrakturen, wodurch die Hände des Kindes fest geschlossen blieben und es ihm unmöglich war, seine Finger zu strecken, zu beugen oder zu bewegen, was die Handfunktion erheblich beeinträchtigte. Ein mehrstufiger chirurgischer Plan wurde erstellt, um die Kontrakturen zu lösen und die Handfunktion wiederherzustellen. Über einen Zeitraum von sechs Jahren wurden fünf rekonstruktive Verfahren durchgeführt, zwei an der linken Hand und drei an der rechten. Die chirurgische Strategie umfasste Vollhauttransplantate (FTSGs), mehrere Z-Plastiken, dorsale pentagonale Inselklappen, Z-Plastiken und die Verwendung von Kirschner-Draht, um die Fingerstreckung nach passiver Gelenkfreigabe und Korrektur der Kontraktur aufrechtzuerhalten. Dieser gestufte Ansatz führte zur erfolgreichen Wiederherstellung der Handfunktionalität und zu einem ästhetisch günstigen Ergebnis. Der postoperative Verlauf war unauffällig, mit minimalen Schmerzen und keinen Komplikationen. Über die körperliche Rekonstruktion hinaus trug die wiedergewonnene Handfunktion erheblich zum Entwicklungsfortschritt des Kindes bei, verbesserte die Autonomie, förderte die soziale Interaktion und verbesserte erheblich die Lebensqualität.
Klimeczek-Chrapusta et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.