Angesichts eines wachsenden globalen Interesses an kulturell responsiver Bildung ist die Integration lokalen Wissens in die Curricula der Hochschulbildung zu einem zentralen Schwerpunkt von Reformen geworden, insbesondere in kulturell eigenständigen Regionen. Diese qualitative Studie untersucht, wie Universitäten in Aceh, Indonesien, Curriculumsinnovationen umsetzen, indem sie lokale kulturelle, ökologische und philosophische Werte in den nationalen Merdeka Belajar (Freiheit zu lernen)-Rahmen einbetten. Basierend auf halbstrukturierten Interviews und Fokusgruppendiskussionen mit 100 Teilnehmenden, darunter Dozierende, Curriculum-Entwickler und Bildungspolitiker, erforscht die Studie sowohl Chancen als auch Beschränkungen dieses Integrationsprozesses. Lokales Wissen wurde durch thematische Module zu Adat (Gewohnheitsrecht), mündlicher Literatur und traditioneller Ökologie sowie gemeindebasierte Lern- und Bewertungsmethoden wie reflektierende Journale und partizipative Kartierung einbezogen. Zentrale Herausforderungen waren begrenzte institutionelle Richtlinien, unzureichende pädagogische Ausbildung und Akkreditierungssysteme, die standardisierte Indikatoren gegenüber lokaler Relevanz priorisieren. Trotz dieser Herausforderungen haben Faktoren wie Fakultätsautonomie, Unterstützung durch die Leitung und Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft innovative Praxis gefördert. Diese Studie liefert empirisch fundierte Einblicke, wie lokales Wissen die Hochschulbildung in unterrepräsentierten und kulturell vielfältigen Kontexten stärken kann.
Ramli et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.
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