Hintergrund/Zielsetzung: Pneumatosis cystoides intestinalis (PCI) ist ein seltenes Phänomen bei Kindern, das durch gasgefüllte Zysten in der Darmwand gekennzeichnet ist. Das Vorhandensein von Pneumoperitoneum stellt erhebliche diagnostische und therapeutische Herausforderungen dar und ahmt oft eine gastrointestinalen Perforation nach. Diese systematische Übersicht zielt darauf ab, die bestehenden Beweise für PCI-assoziiertes Pneumoperitoneum bei Kindern zusammenzufassen. Methoden: Eine systematische Literaturrecherche wurde in PubMed/Medline für Artikel durchgeführt, die zwischen Januar 1972 und März 2025 veröffentlicht wurden. Studien, die Patienten ≤16 Jahre mit PCI-bezogenem Pneumoperitoneum betrafen und Informationen zur klinischen Präsentation, Diagnose, Behandlung und Ergebnissen bereitstellten, wurden einbezogen. Die Datenauswertung und Studienauswahl wurden unabhängig von zwei Gutachtern gemäß den PRISMA-Richtlinien durchgeführt. Ergebnisse: Von 209 ursprünglich identifizierten Artikeln wurden 23 Studien mit 95 pädiatrischen Fällen (Altersspanne: 4 Monate–14 Jahre) einbezogen. Die Mehrheit hatte zugrunde liegende Erkrankungen wie Malignome, autoimmune Störungen oder gastrointestinalen Motilitätsprobleme und wurde oft mit Kortikosteroiden und/oder Immunsuppressiva behandelt. Die meisten Fälle wurden zufällig durch bildgebende Verfahren diagnostiziert. Eine konservative Behandlung (Darmruhe, Antibiotika, parenterale Ernährung) wurde in 85 % der Fälle angewendet, während eine chirurgische Intervention in 11 % stattfand. Nur drei Fälle hatten eine bestätigte intestinale Perforation. Alle Patienten erlebten eine Rückbildung der PCI; jedoch starben 20 aufgrund nicht verwandter Grunderkrankungen. Fazit: Trotz der Heterogenität der Fälle in dieser Übersicht ist das PCI-bezogene Pneumoperitoneum bei Kindern eine seltene, aber klinisch bedeutende Entität, insbesondere bei immungeschwächten Patienten, die zu Fehldiagnosen und unnötigen Operationen führen kann. Die konservative Behandlung ist in den meisten Fällen effektiv, und klinische Befunde sollten die Behandlungsentscheidungen leiten. Ein erhöhtes Bewusstsein bei Pädiatern und Chirurgen ist entscheidend, um eine Überbehandlung zu vermeiden.
Siouli et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.
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