Ein 38-jähriger Chinese stellte sich mit einer Hauptbeschwerde über unilaterale Epistaxis, die seit 2 Monaten anhielt, in einer privaten Gesundheitseinrichtung vor. Eine endoskopische Untersuchung zeigte eine polypenartige Struktur in der linken Nasenhöhle, die bei Berührung blutete. Der Patient unterzog sich einer endoskopischen Nasennebenhöhlenoperation und einer Biopsie. Die erste histopathologische Untersuchung ergab ein gut differenziertes Plattenepithelkarzinom. Postoperativ, trotz persistierender nasaler Symptome, brach der Patient die Behandlung ab. Zwei Monate später stellte er sich in der Notaufnahme mit schmerzlosem, fortschreitendem Schwellung des linken Auges vor, begleitet von Sehverlust im linken Auge, vermindertem Hören und Tinnitus seit 1 Woche. Die Untersuchung ergab Proptose des linken Auges, eine feste und nicht druckschmerzhafte Schwellung im linken Kieferbereich und eine fleischige Masse, die das gesamte linke Nasenloch einnahm. Bildgebende Studien zeigten eine ausgedehnte Erkrankung, die die Nasenhöhle, die Nasennebenhöhlen, die linke Orbita mit intrakranialer Ausdehnung und knöcherne Erosionen umfasste. Die histopathologische Untersuchung einer Biopsie bestätigte ein sinonasales undifferenziertes Karzinom (SNUC). Der Patient wurde als cT4bN0M0 eingestuft und für eine Chemotherapie geplant, brach jedoch nach 2 Zyklen aufgrund unerträglicher Nebenwirkungen ab. Er verstarb einen Monat später an lokal fortgeschrittener Erkrankung. SNUC ist eine seltene und hochaggressive bösartige Neubildung, die aus dem epithelialen Gewebe der Nasennebenhöhlen und der Nasenhöhle hervorgeht. Ihre aggressive Natur führt oft zu großen und ausgedehnten Tumoren zum Zeitpunkt der Diagnose, mit einer kurzen Symptomdauer. Während die erste Behandlung eine chirurgische Resektion umfasst, ist die vollständige Tumorentfernung aufgrund der komplexen Anatomie oft herausfordernd. Aggressive multimodale Behandlungen werden empfohlen, obwohl SNUC eine hohe Rate an lokalem Rückfall sowie erhöhte Morbidität und Mortalität aufweist.
Mariappen et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.