Motivation: Das Fehlen geeigneter nicht-invasiver Werkzeuge zur Detektion und Gradierung von Gliomen stellt weiterhin eine erhebliche Herausforderung in der klinischen Praxis dar. Ziel(e): Die Wirksamkeit der 3D arteriellen Spin-Labeling (3D-ASL) Technik bei der Gliomgradierung und der Expression immunhistochemischer Biomarker zu bewerten. Ansatz: Die Beziehung zwischen Tumorgrad, immunhistochemischen Biomarkern und dem relativen Tumorblutfluss (rTBF), abgeleitet aus 3D-ASL, wurde bei 52 Gliompatienten analysiert. Ergebnisse: Hochgradige Gliome wiesen signifikant erhöhte rTBF-Werte auf, die mittels 3D-ASL gemessen wurden, im Gegensatz zu niedriggradigen Gliomen. Der rTBF zeigte eine starke Vorhersagekraft für den IDH-Status und eine hohe positive Korrelation mit dem Ki-67-Index. Einfluss: Die in dieser Studie beobachteten Variationen der relativen Tumorblutflusswerte könnten als potenzielle Biomarker für den Gliomgrad dienen und somit bei der Auswahl geeigneter Behandlungsstrategien und der Prognose für Gliompatienten unterstützen.
Rayamajhi et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.