Als zentrale räumliche Träger für Lehre, Forschung und akademischen Austausch sind universitäre Campus seit langem zentrale Themen in der architektonischen Entwurfsforschung. Als ein ausgeprägter phänotypischer Typ eines universitären Campus hat der Raster-Campus aufgrund seiner modularen Eigenschaften, der horizontalen Erweiterbarkeit und der flexiblen Organisation allmählich akademische Aufmerksamkeit gewonnen – mit Vorteilen wie verbesserter räumlicher Effizienz, verstärkter interdisziplinärer Interaktion und höherer Anpassungsfähigkeit. In dieser Studie wurde eine typologische Analyse von 23 repräsentativen globalen Raster-Campussen durchgeführt, um ihre Planungskonzepte und Auswahlkriterien für Module zu erkunden. Forschungsdaten wurden aus Literaturüberblicken, architektonischen Zeichnungen und Google Maps (Web)-Satellitenbildern gesammelt und mithilfe von Origin Pro 2021 visualisiert und analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Auswahl von Campus-Modulen hauptsächlich von drei Faktoren beeinflusst wird: Gehentfernung, funktionale Anforderungen und Tragwerksysteme. Auf der Ebene der Masterplanung stimmt die Auswahl der Module mit dem Standard des „Fünf-Minuten-Gehradius“ überein, und der Campusmaßstab wird im Allgemeinen innerhalb von 500 × 350 m kontrolliert. Auf architektonischer Ebene bestimmen funktionale Bedürfnisse, dass die Modulgrößen typischerweise zwischen 50–90 m oder 7,2–10 m liegen. Auf struktureller Ebene liegen die Modulgrößen in der Regel zwischen 7–18 m, abhängig von den Nutzungsanforderungen und den Tragwerksystemen. Die Ergebnisse dieser Studie können theoretische Unterstützung und praktische Referenzen für die Planung, das Design und die Modulwahl zukünftiger Raster-Universitätscampusse bieten.
Wang et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.