Die Optimierung der Lagerbetriebe ist eine strategische Priorität, um den zeitgerechten und effizienten Materialfluss in industriellen Umgebungen sicherzustellen. In Kontexten mit begrenzter digitaler Infrastruktur sehen sich Organisationen oft anhaltenden Herausforderungen gegenüber, wie ineffizientem Picking, schlechter Materialverfolgbarkeit und suboptimaler Raumnutzung, was letztendlich zu Produktivitätsverlusten und betrieblichen Verzögerungen führt. Dieses Papier stellt einen systematischen, lean-getriebenen Rahmen für die Lageroptimierung vor, der sich um eine sequenzielle Methodik strukturiert, die Definieren, Verbessern und Kontrollieren umfasst. Der Ansatz beginnt mit einer umfassenden Diagnosophase zur Bewertung des aktuellen Zustands und der Identifizierung von Leistungsdefiziten. Anschließend leitet er die Entwicklung und Umsetzung gezielter Interventionen, die darauf abzielen, Abfall zu beseitigen, Betriebsabläufe zu standardisieren und Ressourcen mit wertschöpfenden Aktivitäten in Einklang zu bringen. Schließlich unterstützt der Rahmen die langfristige Nachhaltigkeit durch kontinuierliche Überwachung, Prozessstandardisierung und Leistungssteuerung. Die Methodik wird durch ihre Anwendung in einem Teilelager der Glasverarbeitungsindustrie validiert, wobei ihre Anpassungsfähigkeit, praktische Relevanz und Fähigkeit, sinnvolle Verbesserungen selbst in niederdigitalisierten Umgebungen zu erzielen, hervorgehoben werden. Der Rahmen bietet eine skalierbare Lösung für Organisationen, die die Lagerleistung durch strukturierte Lean-Praktiken verbessern möchten.
Julião et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.