Zusammenfassung Hintergrund: Ergebnisse nach der Bewertung durch die Konsiliar- und Liaisonpsychologie (CLP) bieten wichtige Hinweise für die psychische Gesundheitsversorgung im Hinblick auf Kriseninterventionen. Ziel: Wir beabsichtigten, die klinischen Merkmale aller aufeinanderfolgend psychisch erkrankten Patienten, die innerhalb eines Monats (n = 100) an die CLP überwiesen wurden, zu ermitteln, insbesondere die Gründe für die Überweisung, Diagnosen, Stressoren, die Ergebnisse der Beurteilung und die anschließenden Versorgungswege. Einstellung und Design: Notaufnahme in einem Allgemeinkrankenhaus. Eine Querschnittsstudie. Methoden und Material: Die Daten wurden aus elektronischen Patientenakten in einem vorgefertigten Formular extrahiert. Die Internationale Klassifikation der Krankheiten-10 und der Index der multiple Deprivation wurden verwendet. Statistische Analyse: Prozentsätze, Mittelwert und Standardabweichung. Ergebnisse: Die Stichprobe (56 männliche und 44 weibliche Patienten) gehörte größtenteils zu den benachteiligten Stadtgebieten. Die Mehrheit (90%) von ihnen stellte Gedanken oder Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Selbstverletzung oder Suizid vor. Die meisten (73,0%) von ihnen hatten psychiatrische Diagnosen; Depression (36%) war die häufigste, gefolgt von Persönlichkeitsstörungen (22%) und Alkohol- oder Substanzmissbrauchsstörungen (17%), und viele von ihnen hatten Komorbiditäten. Fast die Hälfte der Patienten (48%) hatte eine Vorgeschichte von Selbstverletzung. Ein erheblicher Anteil (40%) war unter dem Einfluss von Substanzen, als sie die Notaufnahme aufsuchten. Häufige psychosoziale Stressoren waren Beziehungsprobleme (38%) mit Partner oder Familie, gefolgt von pandemiebedingten Sorgen (19%). Mehr als ein Drittel (37%) der Stichprobe wurde in den letzten 12 Monaten gesehen, und die Wiederaufnahmerate in den 3 Monaten nach der Studie betrug 21%. Während etwa 30% (stationäre Aufnahme: 13% und häusliche Behandlung: 17%) akut psychiatrisch versorgt wurden, wurden 24% an Allgemeinärzte und 18% an psychiatrische Gemeinschaftsteams entlassen. Schlussfolgerungen: Die meisten Patienten, die von der CLP betreut wurden, hatten multiple komplexe klinische Bedürfnisse zusammen mit Suizidalität. Dies deutete darauf hin, dass eine robuste Strategie zur Risikomanagement von Suizidalität und unterstützende Ressourcen wesentliche Bestandteile der CLP-Versorgung sind.
Kar et al. (Mittwoch,) untersuchten diese Frage.
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