Einleitung Im Kontext des globalen Wandels hin zu grüneren Städten wird der gerechte Zugang zu städtischen Grünflächen zunehmend als wichtig für das Wohlbefinden der Bewohner anerkannt. Die meisten bestehenden Studien stützen sich jedoch stark auf die Wohnnähe und übersehen die Rolle individueller Unterschiede im Aktivitätsraum und deren Einfluss auf die wahrgenommene Gerechtigkeit und das Wohlbefinden. Methoden Diese Studie, die auf der Theorie der Umweltgerechtigkeit und der Perspektive des Aktivitätsraums basiert, konstruiert und testet ein strukturelles Gleichungsmodell, das die Qualität der Grünflächen, die Exposition gegenüber Grünflächen, die wahrgenommenen sozialen Vorteile, die wahrgenommene grüne Gerechtigkeit und das subjektive Wohlbefinden integriert. Basierend auf 524 Umfrageantworten aus Changsha, China, wurde ein Ansatz des multiplen Gruppenstrukturmodells (Multi-Group SEM) verwendet, um die Pfadunterschiede zwischen Gruppen mit nahen, mittleren und fernen Aktivitätsräumen zu vergleichen. Ergebnisse und Diskussion Die Ergebnisse zeigen, dass: (1) die Qualität der städtischen Grünflächen die Exposition gegenüber Grünflächen und die wahrgenommenen sozialen Vorteile signifikant beeinflusst, was wiederum die Wahrnehmung der grünen Gerechtigkeit der Bewohner verbessert und letztendlich das subjektive Wohlbefinden steigert; (2) die Pfade von "Grünflächenqualität → Grünflächenaussetzung", "Grünflächenqualität → Wahrgenommene soziale Vorteile" und "Grünflächenaussetzung → Wahrgenommene grüne Gerechtigkeit" in allen Aktivitätsgruppen durchgehend signifikant bleiben und einen stabilen Kernmechanismus bilden; (3) die Exposition gegenüber Grünflächen in der Gruppe mit mittlerer Distanz ist sensibler für wirtschaftliche Bedingungen. Durch die Integration der Segmentierung des Aktivitätsraums erweitert diese Studie den Mikromechanismus-Rahmen der Umweltgerechtigkeit und des subjektiven Wohlbefindens. Die Ergebnisse liefern empirische Beweise für das Verständnis der psychologischen Auswirkungen der Gleichheit von Grünflächen auf urbane Bewohner und bieten theoretische Unterstützung für präzisionsorientierte Planungen von Grünflächen und gerechte politische Interventionen.
Liu et al. (Mittwoch,) haben diese Frage untersucht.