Zusammenfassung Hintergrund Das Auftreten von resistenzassoziierten Substitutionen im RSV gegen neuartige monoklonale Antikörper ist angesichts der weit verbreiteten prophylaktischen Anwendung besorgniserregend. Ziel Die Prävalenz von resistenzassoziierten Substitutionen im RSV-F-Protein gegen Nirsevimab, Clesrovimab und Palivizumab bei deutschen Säuglingen vor der weitreichenden Implementierung von Nirsevimab zu bewerten. Materialien & Methoden Wir sequenzierten das F-Protein von n = 1042 RSV-Proben bei deutschen Säuglingen aus den Saisons 2021/2022 und 2022/2023 und screeneten nach Varianten in den Bindungsstellen für Nirsevimab (Stelle Ø), Clesrovimab (Stelle IV) und Palivizumab (Stelle II). Ergebnisse Die Prävalenz von resistenzassoziierten Substitutionen war für alle drei monoklonalen Antikörper gering (< 1 %). Fazit Obwohl das aktuelle Risiko von Infektionen mit Fluchtmutanten niedrig zu sein scheint, unterstreichen unsere Ergebnisse die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung, da resistenzverleihende Mutationen gegenüber neuen mAbs zirkulieren und unter Selektionsdruck ausgewählt werden können.
Wetzke et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.