Abstract Hintergrund: Eine Krebsdiagnose stellt sowohl für Patienten als auch für Betreuer eine erhebliche Belastung dar. Während die Belastung von Betreuern bei pädiatrischer Leukämie gut dokumentiert ist, ist weniger über Familien mit pädiatrischen und adolescenten/jungen erwachsenen (AYA) Solidtumoren bekannt, die oft eine intensive, multidisziplinäre Betreuung erfordern. Diese longitudinale Studie zielt darauf ab, die Zusammenhänge zwischen Gebietsnachteilen, wahrgenommener finanzieller Belastung und psychischem Stress in einer vielfältigen Kohorte neu diagnostizierter pädiatrischer und AYA-Solidtumorpatienten und ihrer Betreuer weiter zu charakterisieren. Methoden: Eine Querschnittsanalyse wurde anhand von Basisdaten von 7 pädiatrischen/AYA-Patienten und 8 Betreuern durchgeführt, die in einer prospektiven Längsschnittstudie eingeschlossen sind (Ziel-N=40, einschließlich 20 Dyaden und 20 zusätzlichen Einzelpersonen). Psychischer Stress wurde mittels Distress-Thermometer und Problemliste (DT) erfasst. 66,7 % der Teilnehmer waren weiblich; 66,7 % Hispanic/Latino. Der Median des ADI (Area Deprivation Index) in der Gruppe lag bei 5 (Spanne: 3-8). Betreuer berichteten über hohe Stresslevel (Median=8, IQR: 6,00-9,00) und Belastung (Median=10, IQR: 8,5-10,00), charakterisiert durch Schlafstörungen (83,3 %); anhaltende Angstzustände (83,3 %); Traurigkeit/Depression (66,7 %); sowie finanzielle Belastungen (Median=6, IQR: 2,00-7,00). Patienten gaben einen medianen Distress-Score von 4 (IQR: 0–5) an, was auf mäßigen bis schweren Stress hinweist. Häufige körperliche Beschwerden waren Schlafprobleme, Schmerzen und Müdigkeit (40 %). Bei emotionalen Problemen wurden Veränderungen im Erscheinungsbild und Sorgen/Ängste häufig genannt (80 % bzw. 60 %). Soziale Anliegen waren weit verbreitet, wobei alle Teilnehmer besorgt darüber waren, wie die Krebsdiagnose ihre Beziehungen zu Gleichaltrigen beeinflussen könnte, und 66,7 % Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Fruchtbarkeit äußerten. Finanzielle Sorgen wurde von 40 % berichtet, während 60 % ihre Fähigkeit zur Selbstversorgung als problematisch betrachteten und 30 % sich Sorgen bezüglich des Schulbesuchs machten. Schlussfolgerungen: Frühe Ergebnisse zeigen eine hohe psychische und finanzielle Belastung bei pädiatrischen/AYA-Solidtumorpatienten und deren Betreuern, insbesondere in sozioökonomisch benachteiligten Familien. Betreuer berichteten über hohe Stresslevels, die vor allem durch emotionale, finanzielle und betreuerbedingte Belastungen geprägt waren, während Patienten Bedenken bezüglich körperlicher Symptome, emotionalem Wohlbefinden und sozialer Funktion äußerten. Diese Ergebnisse heben die Notwendigkeit frühzeitiger, gezielter psychosozialer und finanzieller Unterstützung hervor. Die laufende Datenerhebung wird klären, wie sich diese Belastungen im Zeitverlauf verändern. Zitierweise: Katherine Rodriguez, Ariana Hardy, Erika Acosta, Erin Crumpler, Michelle Greene, Sonia Morales. Überschneidende Ungleichheiten: Quartiersbenachteiligung, psychischer Stress und finanzielle Belastung bei pädiatrischen und AYA-Patienten mit einer Solidtumordiagnose und ihren Betreuern. In: Proceedings der 18. AACR Conference on the Science of Cancer Health Disparities; 18.-21. Sep 2025; Baltimore, MD. Philadelphia (PA): AACR; Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2025;34(9 Suppl):Abstract Nr. A013.
Rodríguez et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.