Sexuelle Gewalt, von Zwang bis hin zu Nicht-Einwilligung, wurde in vielen Ländern bereits transformiert. Der Grund für die Reform war die Unvollständigkeit der sexuellen Gewalt, sie deckte nicht alle relevanten Handlungen ab, die die sexuelle Autonomie betreffen. Das internationale Recht gab den Anstoß zur Änderung der nationalen Gesetzgebung zum Schutz der Menschenrechte. Dennoch erkennt das georgische Strafgesetzbuch noch das alte Paradigma sexueller Gewalt an. Die Gründe für die Verzögerung der Reform sind die patriarchale Ideologie, die Vergewaltigungsmythen über die 'Lügnerin' und die 'rächerische' Frau produziert. Der Artikel zeigt die Probleme des Sexualstrafrechts in der Praxis, sowohl durch die Beobachtung der Realität in Georgien als auch durch die Erfahrungen anderer Länder, wie die Aussage weiblicher Opferzeugen, dass sie vergewaltigt wurden, ständig durch Vergewaltigungsmythen und Geschlechtervorurteile unterdrückt wird. Der Artikel verwendet Miranda Frickers philosophische Idee der epistemischen Ungerechtigkeit im Zusammenhang mit struktureller Diskriminierung, um das Problem zu benennen. Der Artikel ist ein Versuch, die Relevanz dieser Idee im Zusammenhang mit dem Vergewaltigungsprozess aufzuzeigen. Diese Arbeit ist keine detaillierte Untersuchung der Beweisstandards, einschließlich progressiver Ansätze, sondern zielt darauf ab, den wesentlichen Einfluss von Geschlechterstereotypen und Vergewaltigungsmythen auf die Strafjustiz durch die Analyse von Gerichtsentscheidungen und Verallgemeinerungen zu zeigen, sie zeigt auch Wissen, das Vorurteile entgegensteht, obwohl deren Anwendung fragmentarisch ist. Der Artikel diskutiert progressive Ansätze zum Nachweis sexueller Gewalt, was möglicherweise ausreicht, um die Wahrheit festzustellen, um einerseits den strengen Standard zu überwinden, der in der Praxis der Untersuchung sexueller Gewalt etabliert ist, und andererseits dies zu tun, ohne das Recht des Beschuldigten auf ein faires Verfahren zu verletzen, auf das Gegner der Reform hinweisen, dass es gefährdet ist. Der Artikel sieht eine Lösung für das Problem, indem er von einem 'täterfreundlichen' Ansatz zu einem 'opferzentrierten' übergeht.
Tamar Gegelia (Tue,) hat diese Frage untersucht.