Ziel ist es, die Wirksamkeit relativer Methoden zur Lokalisierung von Fehlern in 6–10 kV-Stromkabeln, die in einem Industrieunternehmen betrieben werden, zu bewerten. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die auf beschädigten Stromleitungen gewonnenen Reflexogramme mit den Referenzwerten verglichen. Das Forschungsobjekt besteht aus drei 6–10 kV-Stromkabeln mit Papier-Öl-Isolierung, mit einer Länge von 900–3000 m und einer Betriebsdauer von über 30 Jahren. Die Art der Beschädigung aller Stromleitungen war ein einphasiger Kriechstrom. In der Studie wurden verschiedene Methoden (TDR, ARC, ICE/Decay) eingesetzt, um Fehler in den Leitungen und den Testständen zu lokalisieren. Die verwendeten Geräte zur Lokalisierung der Kabeldefekte umfassten einen REIS-305-Reflektometer, einen GVI 24.3000IDM-Hochspannungsimpuls-Generator und einen SDC50-Stromsensor. Mehrfache Messungen der untersuchten Stromleitungen wurden durchgeführt, um Reflexogramme zu erhalten, die Informationen über die Entfernung zur Fehlerstelle enthalten. Im Ergebnis der durchgeführten Forschung wurden differenziert informative Reflexogramme von Stromkabeln entnommen. Es gelang uns, die echten von ihnen auszuwählen. Bei einem Vergleich mit den Referenzwerten aus relevanter technischer Literatur wurden erhebliche Abweichungen in der Form des angezeigten Messimpulses in den Reflexogrammen festgestellt. Der Artikel hebt Probleme im Zusammenhang mit der Anwendung der ARC-Methode hervor. Die Herausforderungen bestehen in der Durchschlagsspannungsbegrenzung an den Kabeldefekten. Jeder Kabeldefekt weist seine eigenen Eigenschaften auf. Allerdings sind deren Ursachen schwer zu identifizieren, da es unmöglich ist, den Verlauf und die Voraussetzungen für den elektrischen Stromübergang bei auftretendem Kurzschluss festzustellen. Basierend auf den Ergebnissen der durchgeführten Studie wurde ein empfohlenes Algorithmus entwickelt, um die Entfernung zur Lage eines Kabeldefekts zu bestimmen. Aufgrund der geringen Menge an wissenschaftlicher Forschung zu diesem Thema existiert jedoch derzeit keine absolut universelle Lösung für dieses Problem; deren Entwicklung erfordert weitere Untersuchungen.
Zhilin et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.