Zusammenfassung Hat die Dominanz des Dollars im globalen Handel die Geldpolitik unwirksam gemacht? Eine aufkommende Ansicht vertritt die Auffassung, dass wenn ein Land seine Exporte in Dollar fakturiert, die Wechselkurse die wirtschaftliche Aktivität nicht stabilisieren können, da der klassische Ausgabenwechselkanal abgeschwächt ist. Diese Sichtweise beruht auf der Prämisse, dass Exportpreise in Dollar fest sind, was die Verbindung zwischen Exportnachfrage und Abwertungen unterbricht. Aber diese Annahme wird von den Daten nicht gestützt: Waren, die in Dollar bepreist sind, haben tendenziell flexiblere Preise sowie höhere Elastizitäten der Substitution. Wir schlagen ein Modell mit realistischeren Annahmen vor und zeigen, dass selbst bei Dollarpreisen eine Abwertung der Währung durch eine Lockerung der Geldpolitik die Exporte und die Aktivität erheblich steigern kann. Die Grenze für jede Expansion ist nicht die Nachfrage, sondern die Produktionskapazität. Wir zeigen auch, dass eine geringe Übertragung des Wechselkurses auf Dollarpreise nicht auf eine Preisfesterigkeit hinweist. Die Preisreaktion auf Wechselkurse ist gering, wenn die Nachfrageelastizitäten hoch sind, selbst bei flexiblen Preisen: eine geringe Übertragung ist ein Gleichgewichtsergebnis, nicht der Beweis für eine nominale Reibung.
McLeay et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.