Einleitung: Obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist ein weltweites Gesundheitsproblem, das nachgewiesenermaßen mit Luftverschmutzung in Verbindung steht. Es ist jedoch unklar, ob Luftverschmutzung auch die Wirkung der OSA-Behandlung, insbesondere der OSA-Chirurgie, beeinträchtigen könnte. Diese Studie untersuchte den Einfluss der mittel- bis langfristigen Exposition gegenüber Umweltluftverschmutzung auf die postoperativen Ergebnisse von OSA-Patienten. Methoden: 382 OSA-Patienten, die zuerst nicht erfolgreich konservativ behandelt worden waren und anschließend eine OSA-Operation erhielten, wurden eingeschlossen; die Patienten wurden dann basierend auf der berechneten durchschnittlichen Exposition gegenüber Luftpartikeln gemäß dem Bericht des taiwanesischen Ministeriums für Umwelt in die Gruppe der stark (192 Patienten; 50,3%) und leicht (190 Patienten; 49,7%) Luftverschmutzung eingeteilt. Die Zusammenhänge zwischen den Luftpartikeln und Veränderungen der Schlafindizes wurden analysiert, um den Einfluss der Luftverschmutzung auf die OSA-Chirurgie zu bestimmen. Ergebnisse: Nach einer mittel- bis langfristigen Exposition nach der OSA-Chirurgie zeigten die Ergebnisse der Follow-up-Polysomnographie, dass ΔAHI, ΔLSAT und ΔArousal-Index signifikant unterschiedlich zwischen den beiden luftverschmutzten Gruppen waren. Pearson-Korrelationen ergaben, dass die oben genannten Schlafindizes signifikant, jedoch schwach mit dem Luftqualitätsindex (AQI), SO2, NO2, CO und O3 assoziiert waren. Nach Anpassung an die Einflussfaktoren zeigte die multivariate Analyse, dass unterschiedliche Luftverschmutzungsgrade weiterhin einen statistisch signifikanten Einfluss auf den ΔArousal-Index hatten (β=-0,105, p=0,045). Fazit: Trotz der Wirksamkeit der OSA-Chirurgie kann eine mittel- bis langfristige Exposition gegenüber Umweltluftverschmutzung postoperative Ergebnisse von OSA-Patienten statistisch signifikant beeinflussen und sollte daher nicht übersehen werden.
Lin et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.