Menschliche Sprache ist von Natur aus sozial. Doch unser Verständnis der neuronalen Grundlagen der kontinuierlichen Sprachwahrnehmung basiert weitgehend auf neuronalen Reaktionen auf Monologe, was erhebliche Unsicherheiten darüber lässt, wie soziale Interaktionen die neuronale Kodierung von Sprache beeinflussen. Hier überbrücken wir diese Lücke, indem wir untersuchen, wie sich EEG-Reaktionen auf Sprache ändern, wenn der Input ein soziales Element enthält. Insbesondere verglichen wir die neuronale Kodierung von synthetisierten ungerichteten Monologen, gerichteten Monologen und Dialogen in Experiment 1. In Experiment 2 erweiterten wir dies mit Podcasts und adressierten die zusätzlichen Herausforderungen realer Sprachdialoge, wie z. B. Dysfluenzen. Durch Analysen der zeitlichen Reaktionsfunktion zeigen wir, dass die Präsenz eines sozialen Components das Envelope-Tracking verstärkt - trotz identischer akustischer Eigenschaften - was auf ein erhöhtes Engagement der Zuhörer hinweist. Neuronale Reaktionen auf synthetisierte Sprache wiesen eine starke Korrelation mit denjenigen für echte Sprach-Podcasts auf, wobei eine stärkere Übereinstimmung für sozialrelevantes Sprachmaterial auftrat. Darüber hinaus zeigen wir, dass robuste neuronale Indizes der Klang- und Wortverarbeitung unter Verwendung von echten Podcast-Aufnahmen trotz der Präsenz von Dysfluenzen abgeleitet werden können. Abschließend diskutieren wir die Bedeutung der Dysfluenz in sozialen Sprachexperimenten und präsentieren eine Simulation, die die potenziellen Auswirkungen der Dysfluenz auf die Analysen auf lexikalischer Ebene quantifiziert. Zusammen fördern diese Ergebnisse unser Verständnis der neurophysiologischen Grundlagen kontinuierlicher Sprache, indem sie die Auswirkungen sozialer Elemente auf die auditive neuronale Verarbeitung auf kontrollierte Weise hervorheben und einen Rahmen für zukünftige Untersuchungen und Analysen des sozialen Sprachhörens und der Sprachinteraktion bieten.
Ip et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.