Altenglische Zaubersprüche, oder galdor, verbinden Elemente von Beschwörung und Volksgebet, sie können auch eine Beschreibung des begleitenden Rituals enthalten. Diese Texte stammen aus dem germanischen Brauch eines vokalen Rituals, das darauf abzielt, eine ungünstige Situation zu verbessern. Das vorliegende Papier untersucht, wie strukturelle und sprachliche Merkmale im komplexen mittelalterlichen altenglischen Zauberspruch unter dem Zusammenspiel zweier Sprachformen, Prosa und Dichtung, zum Ausdruck kommen. Drei von zwölf erhaltenen metrischen Zaubersprüchen wurden als Material für diese Studie ausgewählt, alle spätestens im 11. Jahrhundert niedergeschrieben. Es werden verschiedene Methoden angewandt, darunter textologische Analyse, linguistische Methoden, die lexikalische, semantische, grammatikalische und phonologische Merkmale abdecken, sowie pragmatische Methoden. Die Ergebnisse zeigen erstens, dass alle drei Texte eine Appelfunktion ausüben, grammatisch hauptsächlich durch Verben im Konjunktiv und Imperativ sowie zusätzlich durch Verben im Indikativ manifestiert. Zweitens wurden semantische Indikatoren für den dialogischen Charakter dieser Texte identifiziert, ausgedrückt als drei Arten von Interaktionen der Akteure. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein metrischer Text den Kern des altenglischen Zauberspruchs bildet.
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Mariya S. Yakovleva
St Petersburg University
Theoretical and Applied Linguistics
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Mariya S. Yakovleva (Mon,) untersuchte diese Fragestellung.
synapsesocial.com/papers/68d7a1314e48459cf3fe98fd — DOI: https://doi.org/10.22250/24107190-2024-10-4-195
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