Dieses Papier untersucht die Rolle von Kitsch in der Stadtplanung, seinen Einfluss auf Desintegration und Neubau sowie wie Kitsch die Funktionalität, Identität und sozialen Dynamiken urbaner Räume beeinflusst. Mithilfe einer qualitativen Analyse von Stadtplanung, Architektur und Entwurfsdokumentationen sowie Feldbeobachtungen und Interviews mit Planern und Anwohnern zeigte die Analyse einen top-down Kitsch-Wohnmechanismus in drei relativ neuen Stadtvierteln, die von verschiedenen Gruppen geplant, gebaut und bewohnt werden. Dieser Mechanismus wird durch das bottom-up Entstehen von trendigen Designmustern ergänzt. Die auffälligste Erkenntnis ist die enorme Ähnlichkeit im Kitsch von der Planung des Viertels bis zur Architektur der Gebäude und Wohnungsgrundrisse, die im Kontrast zu den Unterschieden in den Hintergründen der Bevölkerung und den Standorten stehen.
Ashery et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.