Hintergrund und Ziele. Japan hat im Vergleich zu anderen Ländern ein einzigartiges Glücksspielumfeld: Pachinko und Pachislot dominieren den Glücksspielmarkt und sind leicht zugänglich. Wir untersuchten die klinischen Merkmale von Behandlung suchenden japanischen Patienten mit Spielsucht (GD) und konzentrierten uns auf Faktoren, die mit der Schwere der GD verbunden sind. Methoden. Diese Querschnittsanalyse verwendete Daten aus der Japan Collaborative Clinical Study on Gambling Disorder (JaCCS-G), einer multizentrischen, kooperativen prospektiven Studie zur Bewertung der Wirksamkeit der ambulanten Behandlung von GD. Zwanzig medizinische Einrichtungen mit ambulanten Glücksspielkliniken nahmen an dieser Studie teil. Personen mit GD, die an den teilnehmenden Einrichtungen kamen und anhand des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, mit GD diagnostiziert wurden, wurden einbezogen. Halbstrukturierte Interviews wurden durchgeführt, um das Glücksspielverhalten und psychiatrische Komorbiditäten zu bewerten. Wir verwendeten die Gambling Symptom Assessment Scale zur Bewertung der Schwere der Glücksspielsymptome, die Gambling Related Cognitions Scale zur Bewertung irrationaler Gedanken bei GD und die Barratt Impulsiveness Scale (11. Version) (BIS-11) zur Bewertung der Impulsivität. Ergebnisse. Insgesamt nahmen 202 Patienten mit GD an der JACCS-G teil. Pachinko war die häufigste Glücksspielart, die bei Patienten mit GD zu sehen war, gefolgt von Pachislot und Pferderennen. Der Gesamtwert der BIS-11 unterschied sich signifikant zwischen Patienten mit leichter, mittelschwerer und schwerer GD. Antisoziale Persönlichkeitsstörung (ASPD) war mit der Schwere der GD verbunden. Diskussion und Schlussfolgerungen. Diese Ergebnisse spiegeln das einzigartige Glücksspielumfeld in Japan wider, in dem Pachinko die am leichtesten zugängliche und verbreitete Form des Glücksspiels ist. Die Bewertung der Schwere der GD könnte helfen, Personen mit erhöhter Impulsivität oder ASPD zu identifizieren, was gezieltere Interventionen und verbesserte Behandlungsstrategien ermöglicht. (249 Wörter).
Matsushita et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.