Augenbewegungen erzeugen routinemäßig Bewegungsspuren, während sie visuelle Projektionen mit hoher Geschwindigkeit über die Netzhaut verschieben. Um die visuellen Konsequenzen intra-sakkadischer Bewegungsspuren zu untersuchen, haben wir Eye-Tracking und EEG co-registriert, während wir gaze-kontingent Zielobjekte während der Sakkaden verschoben und entweder kontinuierliche, 'streifenartige' oder scheinbare, stufenartige Bewegung in vier Richtungen präsentiert haben. Wir fanden signifikante Reduzierungen der Latenz sekundärer Sakkaden sowie eine verbesserte Dekodierung des post-sakkadischen Zielorts aus dem EEG-Signal, wenn Bewegungsspuren verfügbar waren. Diese Signale traten bereits 50 ms nach dem Ende der Sakkade auf und hatten eine klare okzipitale Topografie. Mit einem physiologisch plausiblen Modell der visuellen Verarbeitung liefern wir Beweise dafür, dass die Bewegungstrajektorie des Ziels in orientierungsselektiven Kanälen kodiert ist und dass die Geschwindigkeit der Blickkorrektur mit den visuellen Dynamiken verknüpft war, die aus der Kombination von sakkadischer Bewegung und Zielbewegung resultieren, was eine sparsame Erklärung für die Verhaltensvorteile intra-sakkadischer Bewegungsspuren bietet.
Schweitzer et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.