ZUSAMMENFASSUNG Traditionell ist es entscheidend, um einen optimalen Schwangerschaftsverlauf und die Entwicklung des Kindes zu fördern, sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit zu berücksichtigen. Ein präventiver Fokus ist dabei von großer Bedeutung, und idealerweise sollte die Exposition gegenüber negativen Einflüssen begrenzt werden. Wenn jedoch Prävention nicht möglich ist, ist die frühzeitige Identifizierung von Entwicklungsstörungen von größter Wichtigkeit, um potenzielle Risikofaktoren für die zukünftige Entwicklung zu berücksichtigen. Insbesondere ist eine Quelle für Entwicklungsstörungen der pränatale mütterliche Stress. Diese Übersichtsarbeit integriert und fasst die aktuelle Forschung zu den vielfältigen Entwicklungsfolgen von pränatalem mütterlichen Stress durch Naturkatastrophen zusammen. Die kumulierte Evidenz deutet stark darauf hin, dass die Auswirkungen des mütterlichen Stresses während der Schwangerschaft nicht nach der Geburt enden, sondern zu einer Vielzahl von nachteiligen Effekten auf die Entwicklung eines Kindes im gesamten Lebensverlauf führen können. Durch die Synthese früherer empirischer Ergebnisse bietet die aktuelle Überprüfung einen Überblick über mögliche kongenitale Entwicklungsprobleme sowie die gegenseitige Abhängigkeit dieser negativen Effekte. Die dargestellten Ergebnisse heben das Risiko übergreifender negativer Effekte des pränatalen Stresses für das Kind hervor. Es wird festgestellt, dass dieses Risiko, um mögliche langanhaltende Auswirkungen zu verhindern, effektiv berücksichtigt werden muss. Mögliche Empfehlungen für Präventionsinterventionen werden diskutiert.
Bustnes et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.