Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine multisystemische Störung und tritt als die häufigste endokrine Erkrankung bei Jugendlichen und jungen Frauen auf. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen PCOS und Insulinresistenz, Adipositas und Merkmalen des metabolischen Syndroms; die Verbindung zwischen diesen Bedingungen ist komplex und oft bidirektional: Insulinresistenz verschärft Hyperandrogenismus und ovulatorische Dysfunktion, und PCOS selbst erhöht das Risiko, eine gestörte Glukosetoleranz und Typ-2-Diabetes mellitus (T2D) zu entwickeln. Da die Diagnose von PCOS meist klinisch ist, müssen Ärzte sich bewusst sein, dass während der Adoleszenz die physiologische Insulinresistenz der Pubertät und Menstruationsunregelmäßigkeiten in den ersten Jahren nach der Menarche den diagnostischen Prozess komplizieren können, was sowohl zu Über- als auch Unterdiagnosen von PCOS führen kann. Dieser Übersichtsartikel untersucht die zentrale Rolle der Insulinresistenz als vereinigenden Mechanismus, der sowohl metabolische als auch reproduktive Dysfunktion bei jungen Frauen zugrunde liegt, und hebt die sich überschneidenden klinischen Merkmale hervor, die Schwierigkeiten bei der Anwendung von auf Erwachsene basierenden Diagnosekriterien bei Jugendlichen und die Bedeutung der frühzeitigen Identifizierung von Alarmsignalen. Das Management erfordert einen multidisziplinären Ansatz, der Lebensstiländerungen, psychologische Unterstützung und, wo nötig, pharmakologische Interventionen priorisiert. Die frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um langfristige Komplikationen wie Unfruchtbarkeit, endometriale Hyperplasie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern. Angesichts der steigenden Prävalenz von Insulinresistenz, T2D und PCOS bei Jugendlichen müssen Kliniker zunehmend mit dieser metabolischen und endokrinen Herausforderung vertraut werden, um zeitnahe individualisierte Versorgung zu implementieren.
Prosperi et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.