Zusammenfassung. Das Management der solarer Strahlung ist eine Methode im Bereich des Geoengineering, die darauf abzielt, die kurzwellige Strahlungsbilanz der Erde zu ändern. Eine Idee ist, Schwefeldioxid oder Schwefelsäure in die Stratosphäre einzuspritzen, wo dann Sulfat-Aerosole entstehen. Solche Experimente können wahrscheinlich zum Beispiel mit Satellitenokklusionsinstrumenten wie SAGE III/ISS beobachtet werden. Ziel der aktuellen Studie ist es, mithilfe von MAECHAM-HAM-Simulationen und Retrievals mit dem radiativen Transferprogramm SCIATRAN zu analysieren, ob es möglich ist, die gebildeten stratosphärischen Aerosole aus Emissionen von 1 und 2 Tg S pro Jahr (Schwefel pro Jahr) mit den derzeit aktiven Satellitenokklusionsinstrumenten zu erkennen, wobei eine so realistische wie mögliche Fehlerabschätzung berücksichtigt wird. Wenn diese kleineren Mengen an Schwefel nachweisbar sind, werden auch größere Mengen nachweisbar sein. Die Berechnungen zeigen, dass unter Berücksichtigung der natürlichen Variabilität und der hier getroffenen Annahmen die aus Emissionen von 1 und 2 Tg S pro Jahr in der quasi-stationären Phase gebildeten stratosphärischen Aerosole nachgewiesen werden können, was im ersten Monat der 2-jährigen Anfangsphase nicht der Fall ist.
Lange et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.