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Zusammenfassung: Extrazelluläre Vesikel (EVs) sind Partikel, die von Zellen freigesetzt werden und die interzelluläre Kommunikation erleichtern. Sie besitzen ein enormes diagnostisches und therapeutisches Potenzial. Bulk-Assays fehlen die Sensitivität, um seltene EV-Subtypen zu erkennen, die für Krankheiten relevant sind. Während Einzel-EV-Analyse-Techniken dieses Problem beheben, werden sie oft durch komplizierte Nachweismethoden und prohibitive Instrumentierung beeinträchtigt. Um diese Probleme anzugehen, wird eine mikrofluidische Technik zur Charakterisierung von EVs mit dem Namen „Catch and Display für Liquid Biopsy (CAD-LB)“ vorgeschlagen. In dieser Methode werden minimal verarbeitete Proben pipettiert und fluoreszenzmarkierte EVs werden in den Nanoporen einer ultradünnen Membran eingefangen. Dies ermöglicht die schnelle Bewertung der EV-Zahl und der Koinlokalisation von Biomarkern mittels Lichtmikroskopie. Nanopartikel werden verwendet, um die Genauigkeit und den dynamischen Bereich für Zählungen und Koinlokalisation zu bestimmen. Dieselben Bewertungen werden dann für gereinigte EVs und für ungewaschene EVs im Plasma vorgenommen. Die Biomarkererkennung wird validiert durch CD9- und Western-Blot-Analysen, um zu bestätigen, dass CAD-LB die relativen Proteinexpressionsniveaus genau angibt. Mit unbearbeitetem konditionierten Medium erfängt CAD-LB den bekannten Anstieg des EV-assoziierten ICAM-1 nach der Zytokinstimulation von Endothelzellen. Schließlich wird, um das klinische Potenzial von CAD-LB zu demonstrieren, werden EV-Biomarker, die auf die Reaktion auf Immuntherapien hinweisen, erfolgreich im Plasma von Blasenkrebspatienten nach einer Immun-Checkpoint-Blockade nachgewiesen.
Walker et al. (Wed.) haben diese Frage untersucht.