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Zusammenfassung Die Beurteilung der kognitiven Belastung in Arbeitsumgebungen ist von größter Bedeutung, da suboptimale Niveaus nachweislich zu Ablenkungen, Stress und physischen Verletzungen führen können. Trotz dieser Tatsache weisen traditionelle Methoden zur Messung der kognitiven Belastung bekannte logistische und methodologische Probleme auf: während selbstberichtete Maße eine geringe Konstruktvalidität aufweisen, erfordern physiologische Maße oft teure Instrumente und zeitaufwändige Kalibrierungen. In den letzten Jahren wurden Zusammenhänge zwischen der Blinkrate (d.h. der Anzahl der Augenblinzeln pro Minute) und der kognitiven Belastung festgestellt, wobei eine höhere Blinkrate mit zunehmender Belastung einhergeht. Obwohl dies darauf hindeutet, dass die Blinkrate ein effektiver Indikator für die Belastung sein kann, sind wissenschaftliche Augenverfolger in der Regel teuer und invasiv, was sie für Arbeitsumgebungen ungeeignet macht. In dieser Studie zielten wir darauf ab, die Genauigkeit eines kamera-basierten Ansatzes zur Messung der Blinkrate mit einer weit verbreiteten generischen Webcam zu bewerten. Zu diesem Zweck setzten wir zwei Aufgaben ein, die in Büro- und Fertigungseinstellungen häufig vorkommen. Unsere Ergebnisse zeigten, dass der kamera-basierte Ansatz die kognitive Belastung ebenso genau messen konnte wie ein wissenschaftlicher Augenverfolger. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, da sie eine erschwingliche Alternative zu teuren und invasiven Instrumenten zur Messung der kognitiven Belastung am Arbeitsplatz bieten.
Vasta et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.