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Lu Yus Cha Jing ist die älteste und umfassendste Monografie über Tee und bildet die Grundlage der Teekultur. Die englische Übersetzung von Cha Jing hat eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung der Teekultur in die westliche Welt gespielt. 1974 veröffentlichte Francis Ross Carpenter die erste vollständige englische Übersetzung mit dem Titel „The Classic of Tea in the United States“. 2009 vollendeten die chinesischen Gelehrten Jiang Yi und Jiang Xin die Übersetzung von The Classic of Tea / The Sequel to The Classic of Tea im Rahmen des Great Chinese Library Projekts. 2015 führte Aaron Fisher, ein in Taiwan lebender amerikanischer Teekulturexperte, die erste elektronische Version über die E-Zeitschrift Global Tea Hut ein. Diese drei Übersetzungen bieten einzigartige Merkmale und liefern wertvolle Materialien für die Übersetzungsforschung. Derzeit gibt es nur begrenzte Forschungen zu den Kommunikationsmodellen der englischen Übersetzungen von Cha Jing, insbesondere zur vergleichenden Analyse ihrer Paratexten. Diese Forschung untersucht die Paratexten durch Gérard Genettes Theorie, wobei ein qualitativer Analyseansatz verfolgt wird, um die Kommunikationsmodelle der drei englischen Übersetzungen zu erforschen. Darüber hinaus identifiziert eine vergleichende Analyse unter Verwendung des 5W-Kommunikationsmodells von Harold Lasswell Unterschiede, Stärken und Schwächen bezüglich der Übersetzer, der Botschaft, des kanals, der Leser und der kommunikativen Effekte. Die Studie argumentiert, dass die Paratexten der englischen Übersetzungen die Entwicklung der Übersetzungs- und Verbreitungsmodelle von Cha Jing über verschiedene Zeitperioden und Medien hinweg widerspiegeln. Die Carpenter-Übersetzung und die Versionen von Jiang Yi und Jiang Xin repräsentieren zwei vorherrschende Modelle im Zeitalter der Printmedien. Erstere folgt einem kommerziellen Verlagsmodell, das sich an gewöhnliche Leser richtet und die Teekultur umfassend einführt, trotz einiger Qualitätsmängel. Letztere stellt ein akademisches Modell dar, das das ursprüngliche Wesen treu an nationale und internationale Wissenschaftler präsentiert, jedoch an Reichhaltigkeit in paratextuellen Elementen mangelt. Die Übersetzung von Global Tea Hut repräsentiert ein interkulturelles, neues Medienmodell, das von einer Teeliebhaber-Community initiiert wurde. Es richtet sich an Teekultur-Enthusiasten mit multimodalen und interaktiven Paratexten, könnte jedoch an Tiefe und Umfänglichkeit mangeln. In der aktuellen Medienlandschaft können die drei Modelle sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam die globale Verbreitung der Teekultur fördern.
Yimeng Liu (Freitag) hat diese Frage untersucht.