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Abstract Diese Studie trägt zu einer wachsenden Zahl von Untersuchungen über die sozialen Bedeutungen linguistischer Variation bei, mit besonderem Interesse an den kognitiven Prozessen, die deren Entstehung steuern. Unsere Forschung folgt der Tradition von Labov et al. (2011) zur soziolinguistischen Überwachung, einem kognitiven Mechanismus, der hypothesiert wird, quantitative linguistische Variation zu erfassen und soziale Bewertungen auszulösen (Labov et al. 2011. Properties of the sociolinguistic monitor. Journal of Sociolinguistics 15(4). 431–463). Frühere Forschungen zeigen, dass L1-englische Zuhörer für Frequenzvariationen sensibel sind, es ist jedoch unklar, ob dies auch für L2-Zuhörer gilt. Diese Studie repliziert somit Labov et al.s (2011) Originalexperiment in einem Kontext, in dem Englisch vorwiegend durch L2-Unterricht erworben wird. Um die Allgemeingültigkeit der soziolinguistischen Überwachung zu testen, untersuchen wir die Sensibilität von L2-Zuhörern gegenüber quantitativen Unterschieden in soziolinguistischer Variation ( -ing ) sowie variationen basierend auf Sprachkompetenz. Da die Probanden L1-Sprecher des (österreichischen) Deutschen waren, testeten wir Bewertungen unterschiedlicher Realisierungen von /θ/ (θ/s), /d/ (d/t) und /w/ (w/v). Die Experimente umfassten 135 Teilnehmer, die mehrere Versionen von Nachrichtensprecher-Testpassagen hinsichtlich der Professionalität bewerteten. Unsere Daten zeigen, dass sowohl soziolinguistische als auch kompetenzbasierte Variation von L2-Zuhörern überwacht und bewertet werden, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Dies unterstützt die Annahme, dass der Fokus des Überwachungsprozesses sozial bedeutsame Variation ist, die sowohl L1-soziolinguistische als auch L2-kompetenzbasierte Merkmale umfasst.
Pflaeging et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.