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In den letzten Jahren verbringen Kinder und Jugendliche mehr Zeit im Sitzen und zeigen weniger körperliche Aktivität, als von Gesundheitsbehörden empfohlen. Trotz weit verbreiteter Anstrengungen zur Förderung der körperlichen Aktivität durch schulbasierte Programme bleibt die Wirkung spezifischer Interventionsprogramme oft unerprobt. Daher wurden in dieser Pilotstudie die Effekte eines nationalen schulbasierten Bewegungsprogramms untersucht. Eine Stichprobe von 80 Erst- und Zweitklässlern im Alter von 7 bis 9 Jahren (M = 7,95, SD = 0,44) aus acht Klassen wurde cluster-randomisiert entweder der Experimentalgruppe (EG; bewegungsorientierte Pausen im Klassenraum) oder der Kontrollgruppe (KG; konventioneller Schulunterricht) zugeteilt. Primäre Ergebnisse umfassten objektive Messungen des sitzenden Verhaltens, der Schrittanzahl und der moderat bis intensiv körperlichen Aktivität (MVPA) während der Intervention. Sekundäre Ergebnisse beinhalteten die Bewertung der aeroben Fitness, exekutiven Funktionen, schulischen Leistungen und des schulischen Wohlbefindens vor und nach der 20-wöchigen Intervention. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schüler der EG während der Schulmorgende weniger Zeit im Sitzen verbrachten und mehr Schritte als die der KG machten. Das Bewegungsprogramm führte zu einer Zunahme von 630 Schritten und einer täglichen Reduktion der Sitzzeit um 10 Minuten. Es zeigten sich jedoch keine Effekte auf das MVPA-Niveau, die aerobe Fitness oder kognitive Funktionen (einschließlich exekutiver Funktionen und schulischer Leistungen). Die Implikationen dieser Ergebnisse werden im Kontext umfassender schulischer Bewegungsansätze diskutiert.
Egger et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.