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Hintergrund Kaninchen sind Pflanzenfresser mit einer einzigartigen Verdauungsstrategie, die sich erheblich von anderen caecalen Fermentern (z.B. Pferde, Meerschweinchen) und Wiederkäuern unterscheidet. Vor diesem Hintergrund zielte die aktuelle Studie darauf ab, die charakteristischen histologischen und morphometrischen Merkmale der caecalen Mukosa bei erwachsenen Kaninchen hervorzuheben, die ihre wesentliche Rolle bei der Verdauung unterstreichen. Die caecalen und jejunalen Proben wurden von fünf einjährigen Hauskaninchen entnommen und durch die übliche Paraffin-Einbettungshistologietechnik verarbeitet, gefolgt von Goldners Trichromfärbung. Eine umfassende morphologische und morphometrische Analyse der jejunalen Mukosa im Vergleich zur caecalen Mukosa wurde durchgeführt. Ergebnisse Mikroskopisch zeigt die caecale Mukosa, ebenso wie die jejunale Mukosa, lange und oft verzweigte fingerartige Zotten, die von einem einfachen säulenförmigen Epithel bedeckt sind, das hauptsächlich aus Enterozyten mit einer ausgeprägten mikrovillösen Bürstensaum besteht. Darüber hinaus umfasst die caecale Zotte ein Laktal sowie die Zottenmuskulatur. Statistisch gesehen wiesen alle in der caecalen Mukosa bewerteten Parameter, außer der Zottenlänge, einschließlich Zottenbreite, Zottenzahl, Dicke des Bürstensaums und Verhältnis von Enterozyten zu Becherzellen, ein hohes Maß an Ähnlichkeiten mit den jejunalen Zotten auf. Fazit Nach den gewonnenen Ergebnissen weist die caecale Mukosa bei erwachsenen Hauskaninchen einzigartige Merkmale auf, nämlich caecale Zotten, die in der großen Darm anderer erwachsener Säugetiere selten vorkommen. Diese Strukturen betonen einmal mehr die wesentliche Rolle des Caecums nicht nur bei der Fermentation, sondern auch subliminal bei der lokalen Absorption. Soweit wir wissen, ist dies der erste zuverlässige mikroanatomische und morphometrische Bericht über caecale Zotten bei erwachsenen Hauskaninchen.
Gal et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.