Key points are not available for this paper at this time.
Hintergrund: Die Unterdrückung negativer, unangenehmer Emotionen kann zu moralischem Verletzung führen, was emotionale, verhaltensbezogene und soziale Probleme sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen zur Folge hat. Während der COVID-19-Pandemie hat das Konzept der moralischen Verletzung – typischerweise mit Konfliktsituationen verbunden – an Bedeutung gewonnen. Ziele: Diese Studie hatte zum Ziel, die Prävalenz von moralischer Verletzung während der Pandemie und ihre Korrelation mit psychologischer Belastung zu bewerten. Methoden: Zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 haben wir die Häufigkeit von Depressionen, Angstzuständen und Stress sowie deren Korrelation mit moralischer Verletzung bei 333 Medizinstudenten, Assistenzärzten und Pflegekräften ausgewertet. Wir verwendeten validierte Versionen der Moral Injury Symptom Scale-Healthcare Professionals (MISS-HP) und der Depression Anxiety Stress Scale (DASS-21). Ergebnisse: Die Studie umfasste 333 medizinische Fachkräfte, von denen die meisten im Alter von 26 bis 30 Jahren waren. Klinisch signifikante moralische Verletzungen wurden bei fast der Hälfte der Teilnehmer festgestellt. Frauen hatten im Vergleich zu Männern höhere durchschnittliche Werte für Stress und Angst. Ein Mangel an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) am Arbeitsplatz war mit erhöhten Depressionen, Angstzuständen und Stress verbunden. Pflegekräfte berichteten von höheren Depressions-, Angst- und Stresswerten als andere Gesundheitsfachkräfte. Darüber hinaus gab es eine signifikante positive Korrelation zwischen moralischer Verletzung und Symptomen von Depression, Angst und Stress. Weibliche Teilnehmer erlebten höhere Raten von moralischer Verletzung als männliche Teilnehmer, und alleinstehende Personen berichteten von mehr Leid als verheiratete. Die moralische Verletzung war bei Pflegekräften im Vergleich zu anderen Gesundheitsfachleuten bemerkenswert höher. Fazit: Die Studie stellte fest, dass Gesundheitsfachkräfte während der COVID-19-Pandemie Angst, Stress, Depressionen und moralische Verletzung erlebten. Moralische Verletzung war stark mit erhöhtem Stress, Sorgen und Depressionen verbunden. Weibliche Gesundheitsfachkräfte wiesen höhere Werte für Angst und Stress auf, während die Ehe scheinbar einen gewissen Schutz gegen Depressionen bot. Pflegekräfte waren besonders verletzlich, wobei Patienten im Endstadium und unzureichende Ressourcen zu erhöhten Werten von Angst, Stress und moralischer Verletzung beitrugen.
Ebrahimi et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.