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Die Dringlichkeit des Klimawandels hat die Demokratie an einen kritischen Wendepunkt gebracht. Bestehende demokratische Systeme haben Schwierigkeiten, die drängenden Zeitrahmen zu berücksichtigen, die für effektive Klimaschutzmaßnahmen erforderlich sind. Dieser Artikel untersucht einen grundlegenden Wandel in der zeitlichen Orientierung, der durch den Klimawandel verursacht wurde. Das lineare und progressive Zeitverständnis der Demokratie kollidiert mit den erweiterten Maßstäben der Temporalität, die sowohl planetarische als auch mikroskopische Prozesse umfassen. Konkret untersucht der Artikel die theoretischen Verbindungen zwischen Demokratie, Klimawandel und Zeit im Anthropozän durch empirische Auseinandersetzungen mit der Klimapolitik, die mit deliberativen Versammlungen, Gemeinschaftsorganisation und Aktivistenbewegungen verbunden sind. Das Kernargument ist, dass innerhalb dieser demokratischen Innovationen neue zukunftsorientierte Antworten auf die Krisen zu entstehen beginnen. Diese Innovationen experimentieren damit, das zeitliche Bild der Demokratie über ihre konventionellen Grenzen hinaus zu erweitern, und ebnen den Weg für eine multi-trajectorielle demokratische Politik. Der Artikel schließt mit einer Diskussion über die Spannungen und potenziellen Konsequenzen dieser demokratischen Praktiken und plädiert letztlich für ein multiples und geschichtetes Verständnis demokratischer Zeit, das über eindeutig menschliche Temporalitäten hinausgeht.
Ejsing et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.