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Dieser Artikel erörtert die Bedeutung der internationalen Sozialarbeit in einer globalen Gesellschaft. In einer zunehmend globalisierten Welt sind wir in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden und in einer komplexen geopolitischen (Un)ordnung voneinander abhängig. Dies gilt auch für diejenigen, die in der Sozialarbeit als Menschenrechtsberuf tätig sind. Lange Zeit war die Vorstellung, dass Sozialarbeiter ausschließlich auf nationaler Ebene handeln müssten und dass ein Blick über das eigene Land hinaus erfrischend, aber unnötig sei. Wir wissen jedoch, wie wichtig internationale Beziehungen, Netzwerke und wissenschaftliche Austauschprogramme heute sind. Geopolitische Entscheidungen wirken sich häufig direkt auf die Sozialarbeit und deren Zielgruppen aus. Existenzielle Armut und Arbeitslosigkeit in Ländern des globalen Südens führten zur Flucht und Migration in Länder des globalen Nordens. Krisen wie Kriege oder Naturkatastrophen haben weitreichende Auswirkungen auf globale Wertschöpfungsketten. Die ungleiche Verteilung von Armut und Wohlstand führt zu asymmetrischen Machtverhältnissen, die nicht zuletzt das Erbe kolonialer und apartheidbedingter Einflüsse sind. Dies macht die von den Vereinten Nationen festgelegten Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) noch wichtiger. Wenn beispielsweise das erste Ziel in SDG 1 mit „Keine Armut“ formuliert ist, stellt dies die Sozialarbeitsakteure in Kommunen, Bundesländern und Nationen vor zahlreiche Herausforderungen, auf die sie eine Antwort finden müssen. Diese Herausforderungen betreffen die Sozialarbeit auf mehreren Ebenen. Der folgende Artikel hat zum Ziel, diese Herausforderungen auf makro-, meso- und mikroökonomischen Ebenen zu erörtern und Handlungsmandate für internationale Sozialarbeitsakteure zu formulieren. Ziel ist es, zu einem professionellen Verständnis beizutragen, das über nationale Strukturen und Mandate hinaus definiert ist.
Boecker et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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