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Sechshundertneunundfünfzig Betriebe in drei Regionen Deutschlands (Nord: n = 240, Ost: n = 247 und Süd: n = 172) wurden in die Studie einbezogen, die darauf abzielt, den Zusammenhang zwischen managementbezogenen Risikofaktoren und Lahmheit auf Farm-Ebene in deutschen Milchviehherden zu bestimmen. Für jeden Risikofaktor wurde ein generalisiertes lineares Regressionsmodell mit negativer binomialer Verteilung und Logit-Link erstellt. Die Ergebnisse zeigten, dass Kühe, die in Boxen mit tiefem Boden gehalten werden, ein geringeres Risiko für Lahmheit aufwiesen als Kühe, die in anderen Boxentypen gehalten werden. Eine größere Boxenbreite war mit einem geringeren Risiko für Lahmheit assoziiert. Die Fütterung einer Voll-Mischration war mit einer niedrigeren Lahmheitsprävalenz assoziiert (im Vergleich zur Fütterung einer Teil-Mischration oder einzelner Komponenten). Bei Erstlaktationskühen war die tägliche Durchführung der Lahmheitsbewertung (im Vergleich zu weniger als täglich) und während anderer Arbeitsaufgaben (im Vergleich zur Lahmheitsbewertung als separate Arbeitsaufgabe) mit einem geringeren Risiko für Lahmheit verbunden. Schließlich lieferte die vorliegende Studie Belege für entscheidende Zusammenhänge zwischen managementbezogenen Risikofaktoren und Lahmheit bei deutschen Milchkühen, insbesondere in den Bereichen Boxendesign, Fütterungsmanagement und Lahmheitsbewertung.
Tillack et al. (Mittwoch,) haben diese Frage untersucht.