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Hintergrund Diese Studie untersuchte die genetischen Eigenschaften von fünf chinesischen Familien mit Keratokonus (KC). Methoden In den fünf Familien, die von KC betroffen sind, wurden medizinische Unterlagen, klinische Beobachtungen und Blutproben von allen Individuen gesammelt. Alle KC-Familienmitglieder (n = 20) unterzogen sich sowohl einer Gesamt-Exom-Sequenzierung von genomischer DNA als auch einer Sanger-Sequenzierung zur Bestätigung der Varianten. Online-Software wurde verwendet, um alle Varianten zu analysieren, und der Online-Server I-TASSER wurde für in silico-Vorhersagen der dreidimensionalen Proteinstrukturen der Varianten eingesetzt. Die neu entdeckten Varianten und einzelnen Nukleotid-Polymorphismen wurden in 322 sporadischen KC-Patienten weiter untersucht. Ergebnisse Der pentacam-tomographische Kompositindex bei den betroffenen ersten Angehörigen der Probanten zeigte eine pathologische Veränderung. Fünf neue Varianten wurden bei den fünf Probanten und anderen betroffenen Mitgliedern ihrer Familien festgestellt: eine heterozygote Missense-Variante g. 19043832C>T (p. Ser145Asn) im HOMER3-Gen; eine heterozygote Missense-Variante g. 99452113G>A (p. Gly483Arg) im IGF1R-Gen; eine heterozygote Missense-Variante g. 55118280G>T (p. Trp843Leu) im EML6-Gen; eine heterozygote Frameshift-Variante c. 1226₁227del (p. Gln410Glufs*17) im DOP1B-Gen; und eine heterozygote splice-site Variante c. 7776+2T>A im NBEAL2-Gen. Diese Variationen wurden als potenziell pathogen vorhergesagt und stehen im Zusammenhang mit KC. Schlussfolgerung In dieser Studie wurden fünf neuartige Varianten in den Genen HOMER3, IGF1R, EML6, DOP1B und NBEAL2 identifiziert, die möglicherweise mit der Pathogenese von KC assoziiert sind. Diese Studie liefert neue Informationen über die Genvarianten und deren Proteinveränderungen bei KC-Patienten. Die Ergebnisse sollten weiter untersucht werden und könnten potenziell zur frühen Diagnose von KC vor dem klinischen Auftreten angewendet werden.
Lin et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.